KURZINHALT

Schon als Kind träumte Beverly (DREW BARRYMORE) davon, eine berühmte Schriftstellerin in New York zu werden - aber sie ist auch eine typische Teenagerin: frech, lustig, launisch, rebellisch und verrückt nach Jungs. Doch für eine 15-Jährige wie sie, die aus einer konservativen Kleinstadt stammt und unter einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist, stehen die Chancen auf eine Künstlerkarriere selbst in den rebellischen Sechzigern nicht gerade gut.

Als Bev auf einer Party von ihrem Traumboy abgewiesen wird, wendet sie sich Ray Hasek (STEVE ZAHN) zu, einem rauen, nicht allzu intelligenten aber freundlichen 18-jährigen Aussteiger. Für Ray ist es Liebe auf den ersten Blick. Wenige Monate später erfährt Bev, dass sie schwanger ist. Ihre Eltern Leo (JAMES WOODS) und Theresa (LORRAINE BRACCO) sind wütend und furchtbar enttäuscht von ihrer Tochter. Sie drängen Beverly, die Schule abzubrechen und Ray zu heiraten. Schweren Herzens willigt Bev ein.

Sechs Jahre nach der Geburt ihres Sohnes - Bev hatte nie die Hoffnung aufgegeben, doch noch aufs College zu gehen - gesteht Ray ihr, dass er heroinsüchtig ist und keine Chance sieht, jemals wieder clean zu werden. Bev lässt sich scheiden.

Als alleinerziehende Mutter mit geringen Aussichten auf eine berufliche Karriere steht sie an einem Wendepunkt ihres Lebens. Und sie sieht sich mit der peinigenden Frage konfrontiert: Wie soll es weitergehen?

Nach seinem Oscar-gekrönten Welthit Besser geht´s nicht bringt Erfolgsproduzent James L. Brooks erneut einen Film in die Kinos, bei dem das Publikum zwischen Komik, Tragik und Dramatik hin- und hergerissen wird. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte und auf Beverly Donofrios bittersüßen, dabei unglaublich witzigen gleichnamigen Memoiren. UNTERWEGS MIT JUNGS schildert die aufregende, turbulente Reise einer unterprivilegierten Teenager-Mutter zu sich selbst. Unter der Regie von Penny Marshall (Zeit des Erwachens) spielt Hollywoods Ausnahme-Schauspielerin Drew Barrymore (3 Engel für Charlie) die spätere Schriftstellerin Beverly Donofrio, die mit 15 einen Sohn bekommt und darüber fast zerbricht. In den weiteren Hauptrollen agieren Steve Zahn (Out of Sight), Brittany Murphy (Durchgeknallt), James Woods (An jedem verdammten Sonntag) und Lorraine Bracco (Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia).



LANGINHALT

1986, New York. Beverly Donofrio (DREW BARRYMORE) hat eine Verabredung mit einem jungen Mann namens Jason (ADAM GARCIA). Begeistert beginnt sie im Auto von ihrem Buch zu erzählen, das sie nach Jahren endlich fertig gestellt habe: Ihre Autobiographie, sagt sie und diese würde sie gerne ihm, Jason, widmen. Als dieser sanft aber entschieden ablehnt, zeichnet sich eine ernsthafte Beziehungskrise zwischen den beiden ab.

In Rückblenden erzählt der Film, wie es zu dieser Autofahrt kam und entblättert nach und nach die Tragweite des Konfliktes zwischen Beverly und Jason. 1961, Wallingford, Connecticut, kurz vor Weihnachten. Die elfjährige Bev und eine gleichaltrige Freundin reden über Jungs. Der erste Kuss, wie wird er wohl sein? Wie macht man das überhaupt, sich küssen, fragt die Freundin. Die gewitzte Bev formt ihre Lippen zu einem saugnapfähnlichen Kussmund. Ihre Freundin imitiert sie, ganz geheuer ist ihr das Ganze aber nicht. Richtig mulmig wird ihr aber zumute, als Bev ihr erzählt, dass Jungs ihr beim Küssen auch noch die Zunge in den Mund stecken werden. An der Haustür, bereit nach Hause zu gehen, fragt das Mädchen deshalb Bevs Mutter Theresa (LORRAINE BRACCO), warum Jungs dies tun würden. Unsicher, wie sie auf diese frühreife Frage reagieren soll, antwortet diese: "Sie wollen, dass du ihnen die Zunge abbeißt."

Auf einer Autofahrt wird Bev von ihrem Vater Leo (JAMES WOODS) gefragt, was sie sich zu Weihnachten wünscht. Erst ziert sich Bev, doch dann holt sie weit aus und erzählt ihm von ihrem Klassenkameraden Billy, in den sie verliebt ist, und wie sehr es sie ärgert, dass der sich nur für Melissa interessiert, und das einzig und allein deswegen, weil diese einen BH trage, der sie so aussehen lässt, als hätte sie bereits einen stattlichen Busen. Und deshalb wünscht Bev sich nichts mehr als einen BH, um mit der frühreifen Melissa mithalten zu können. Leo bricht das Gespräch entrüstet ab. Dies ist das moralische Klima, in dem Beverly erzogen wird.

Ein paar Jahre später sind Bev (DREW BARRYMORE) und ihre beiden besten Freundinnen unterwegs zu einer Party. Bev findet ihr Kleid scheußlich und bittet Fay Forrester (BRITTANY MURPHY), doch mit ihr zu tauschen. Sie sei sowieso viel hübscher, da würde auch ein hässliches Kleid nicht viel anrichten können. Fay ist einverstanden. Im Haus der Gastgeber ist das Fest bereits in vollem Gang. Sky Barrister (GABRIEL CARPENTER), Bevs heimlicher Schwarm und vielumjubelter Football-Star ihrer Highschool, ist auch da. Bev nimmt ihren ganzen Mut zusammen und überreicht ihm ihr selbstgeschriebenes Gedicht. Doch zu ihrem Entsezten liest er ihr Gedicht vor all seinen Freunden laut vor. Schallendes Gelächter ist die Reaktion und Sky lacht am lautesten.

Zutiefst beschämt läuft Bev davon, versteckt sich im Badezimmer des Hauses und fängt hemmungslos an zu weinen. Ray Hasek (STEVE ZAHN), ein 18-jähriger Aussteiger, findet sie dort zufällig und versucht sie zu trösten. Bev erzählt ihm, was passiert ist, woraufhin Ray ihr ritterlich verspricht, diese Demütigung zu rächen. Vor allen Leuten provoziert er Sky, fordert ihn zum Kampf heraus, sagt ihm, er solle ihm mitten aufs Kinn hauen und als dieser tatsächlich zuschlägt, bückt Ray sich blitzschnell. Sky trifft ihn oben am Kopf und verstaucht sich die Hand. Anschließend fährt Ray mit Bev, Fay und deren Lover davon. Im Auto beginnen Fay und ihr Verehrer auf der Rückbank heftig zu knutschen. Bev versucht ihrerseits Ray zu küssen, linkisch sträubt der sich zuerst etwas, doch dann gibt er nach. Plötzlich taucht Bevs Vater vor dem stark beschlagenen Fenster des Autos auf. Er ist Polizist.

Es kommt, wie es kommen muss: Bev wird schwanger, mit gerade mal 15 Jahren. In einer konservativen Stadt wie Wallingford bedeutet das, dass sie heiraten muss. Und zwar Ray, den Vater des Kindes. Bev will dies auf keinen Fall, auch wenn Ray sagt, dass er sie von ganzem Herzen liebt und auf seine etwas linkische, aber grundehrliche Art um ihre Hand anhält. Hilfesuchend wendet sie sich an Fay. Die rät ihr, einen Unfall zu inszenieren, etwa einen Treppensturz. Einer Freundin wäre dies passiert und dabei hätte sie ihr Kind verloren, das könnte doch auch für Bev die Lösung aller Probleme bedeuten. Bev weist den Gedanken zuerst weit von sich, versucht sich dann aber doch hinunterzustürzen, allerdings viel zu halbherzig. Sie gibt auf und akzeptiert, dass sie ein Kind bekommen wird.

Aber wie soll sie dies nur ihren Eltern sagen? Bev verlässt sich auf ihre Schreibkunst. In einem Brief legt sie all die Umstände dar, die zu der Schwangerschaft geführt haben, erklärt, dass dies ein einmaliger Ausrutscher und unerklärlicher Zufall gewesen sei. Es nützt nichts: Bevs Vater ist bis ins Mark getroffen, ihre Mutter trägt es zwar mit Fassung, aber gegen die moralische Empörung und die unendliche Enttäuschung ihres Mannes kommt auch sie nicht an. Um sich mit ihren Eltern nicht zu überwerfen, gibt sie deren Forderungen nach: Ja, sie wird die Schule abbrechen und ja, sie wird Ray heiraten.

Zur Hochzeit kommen alle Verwandten und Freunde der Familie, die Stimmung ist allerdings etwas gedrückt. Am wenigsten glücklich ist Bev. Gesteigert wird dies noch durch die Rede ihres Vaters, der sich bei allen ausdrücklich für ihr Kommen unter diesen, wie er betont, schweren Umständen, bedankt. Als Fay aufsteht und ihrer Freundin mit einer Rede zur Seite steht, die einer Liebeserklärung gleichkommt, sie wunderschön nennt und prophezeit, dass sie bestimmt eine gute Mutter werden wird, ist Bev erstmals an diesem Tag gerührt. Und dann gesteht Fay, dass auch sie schwanger sei und bald heiraten werde, noch bevor ihr Freund zur Armee einrücken müsse. Der Skandal ist perfekt.

Die ersten Monate der jungen Ehe von Ray und Bev verlaufen gut. Bevs Vater hat dem Paar ein eigenes, wenn auch leicht heruntergekommenes Haus vermitteln können und Ray hat Arbeit als Teppichleger und Installateur von Klima-Anlagen gefunden. Die Geburt bringt für Bev allerdings eine handfeste Überraschung: Sie wollte unbedingt ein Mädchen, hatte fest damit gerechnet, dass sie und Fay beide Töchter haben würden und nun ist es ein Junge. Bev nennt ihn Jason. Fay bekommt tatsächlich ein Mädchen, Emilia, und die beiden Kinder wachsen zusammen auf.

Bev gewöhnt sich langsam an den Gedanken, Mutter zu sein, obwohl sie den Wunsch, aufs College zu gehen, nie aufgibt. Inzwischen ist sie 22. Bev lernt abends, um die Highschool abzuschließen, bewirbt sich um ein Stipendium. Als sie tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, lässt Ray sie hängen. Eigentlich sollte er sich während des Termins um Jason kümmern, doch zum vereinbarten Zeitpunkt ist er nicht zu finden. Beunruhigt nimmt Bev ihren kleinen Sohn mit - und bekommt eine Absage. Als Mutter eines kleinen Kindes sei sie zu sehr vom Studium abgelenkt, wird ihr mitgeteilt. Wieder kommt es zu Hause zum Streit. Als Bev ihn zur Rede stellt, sagt Ray, lapidar, dass er Bevs Vorstellungsgespräch einfach vergessen hatte. Bev ist außer sich, weiß zum ersten Mal nicht, was sie tun soll.

Ray wird immer unzuverlässiger. Wenig später gesteht Ray, dass er heroinabhängig ist und das ganze Geld, das Bev sich von ihren Gelegenheitsjobs mühsam zusammengespart hatte, um sich die College-Ausbildung selbst finanzieren zu können, für Heroin ausgegeben hat. Das ist zuviel für Bev. Sie sagt Ray, er müsse gehen, weg aus ihrem Leben, weg von seinem Sohn. Sie lässt sich scheiden. Und steht mit einem Mal alleine da, ohne Geld, ohne Ausbildung, mit einem kleinen Jungen, der sie jetzt dringender braucht denn je. Bev ist an einem Wendepunkt ihres Lebens angelangt: Wie soll es jetzt nur weitergehen?

1986, New York. An einer Tankstelle telefoniert Jason mit seiner Freundin, erklärt ihr, dass er jetzt nicht zu ihr kommen könne, weil er hier noch was zu erledigen habe. Als er das Benzin bezahlt, macht eine Kundin ihm ein Kompliment wegen der Frau im Auto, die sie für Jasons Freundin hält. Doch der verneint und sagt, sie sei seine Mutter.

Bevs Wunsch von einer Schriftstellerkarriere könnte sich doch noch erfüllen. Allerdings müsste Ray, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat, der Veröffent-lichung des autobiographischen Buches, das ja auch viele persönliche Details aus seinem Leben preisgeben würde, zustimmen. Jason und Bev sind auf dem Weg, um diese Zustimmung zu erhalten.

Die Stimmung ist angespannt, denn Bev hat Angst, dass Ray ihr noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht. Dabei spürt sie gar nicht, wie schwierig diese Situation für Jason ist, der seinen Vater seit vielen Jahren nicht gesehen hat und der mit dem Schuldgefühl aufgewachsen ist, dass eigentlich er für ihr verpfuschtes Leben verantwortlich sei.

Bei Ray angekommen kommt es zum Eklat als dieser von seiner neuen und sehr geldgierigen Frau daran gehindert wird, seine schriftliche Zustimmung zur Veröffentlichung des Buches zu unterzeichnen.

Bev erkennt, dass sie und ihr Sohn, von dem sie nur 15 Jahre Altersunterschied trennt, zusammen erwachsen geworden sind. Und mit einem Mal enthüllt sich ihr die große Wahrheit ihres Lebens: Das, was ihr stets als beschwerlich erschien, die Erziehung ihres Sohnes, hat ihr am meisten Halt gegeben.